Globus Inversus

Globus Inversus Cover

Release: 15/01/2011

Self-recorded / self-released

  

   Tracklist:

   1. Isolated Fear

   2. Infected Wound

   3. Rise Of The Dead

   4. Human Extirpation

   5. Morbid Fascination

 

Reviews:

Legacy #74 

Wertung: 10/15

CONTAMINATION haben sich 2008 zusammengefunden, nachdem man festgestellt hat, dass man als Cover-Band mit u.a. Songs von Metallica und Death nicht so wahnsinnig innovativ ist. Daher haben sich die vier Schwaben dazu entschlossen, fortan ihr eigenes Ding zu fahren.

Die beiden genannten Bands, bei denen CONTAMINATION bereits ausgiebig im Repertoiregewildert haben, bieten einen ganz guten Anhaltspunkt dafür, auf welcher Basis „Globus Inversus“ entstanden ist. Sowohl die frühen Metallica als Thrash-Input als auch der progressive Death-Einschlag stecke das Feld ganz gut ab.

Das etwas überdehnte Intro zu „Isolated Fear“ sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass CONTAMINATION offensichtlich eine genau Ahnung davon haben, was sie da tun. Mit der Thrash-Keule rockt sich das Quartett zunächst mal gut nach vorne, bevor die Lead-Guitar das Wort übernimmt, und spätestens beim ersten Solo wird klar, dass hier spielerisch so einiges geht. Spätestens das Death-lastige „Infected Wound“ stützt diesen Eindruck vollends, recht verspielt und detailverliebt die Nummer.“Rise Of The Dead“ setzt auf effektiven, alles zermalmenden Groove, hier können wohl auch Bolt Thrower als Input genannt werden. Das vertrackte „Human Extirpation“ überzeugt erneut durch sein vielseitiges Songwriting und unterstreicht noch einmal, dass hirnloses Gebretter nicht die Philosophie hinter CONTAMINATION ist. Besonders cool ist das rockige Solo mitten im Song, dass oberflächlich betrachtet völlig deplatziert in den tödlich-groovigen Mittelpart gestreut wurde, den Song aber erst so richtig gemütlich macht. Ebenso die abschließende Atombombe, die der Menschheit letztlich den Garaus macht. Der zunächst schleppend beginnende Abschluss-Track „Morbid Fascination“ erweist sich dann noch als Live-Abräumer vor dem Herrn, hier verfließen noch einmal Thrash- und Death-Input zu einer wunderschönen Melange. Geil. Man freut sich aufs Album-Debüt – dann bitte mit Strichcode auf dem Backcover! (HD)

 

metal.de

Wertung: 6/10

underground-empire.com

Wertung: 9

Ein ordentliches Death / Thrash Metal-Gerät haben die Burschen von CONTAMINATION abgeliefert. Respekt!

Diese Burschen aus Esslingen können ihre ersten Sympathiepunkte schon auf Grund des Promo-Pics einheimsen, werden doch Band-Shirts von DEATH, CORONER (!) und DEMOLITION HAMMER (!!) zur Schau gestellt. Diesen Bonus weiß der Vierer musikalisch sogar noch weiter auszubauen, liefert man uns doch einen gelungenen und herben Mix, der durchaus auch von den Einfluss der erwähnten Größen erkennen lässt.

Gegründet als Cover-Band im Jahr 2007, stellten die Burschen bald fest, dass sie als Formation ganz gut aufgestellt wären und es an der Zeit wäre, sich auch an eigenen Songs zu versuchen. An eigenen Ideen mangelte es ohnehin nicht und so versuchte sich das Quartett zunächst einmal an Auftritten in der Region, wobei man unter anderem zusammen mit NECRONOMICON, SINISTER, NOCTURNAL und ADRALLS spielen konnte. Diese Erfahrung scheint sich nachhaltig auf das weitere Songwriting ausgewirkt zu haben, denn die fünf Tracks von „Globus Inversus“ kommen – trotz vorherrschender Brachialität und unterschiedlicher Gangart – fokussiert aus den Boxen und lassen darauf schließen, dass es den Burschen sehr wichtig ist, ihre Songs auch von der Bühne aus präsentiert an den Fan zu bringen.

Ein spannungsgeladenes Intro leitet „Isolated Fear“ ein, ehe es mächtig losgeht und die Jungs eine heftige Schippe todesgeschwängerten Thrash Metal in herber Gangart auftischen. „Infected Wound“ kommt dann weniger wuchtig, dafür mit prägnanteren, verspielteren Riffs daher, ehe uns mit „Rise Of The Dead“ ein Groover par excellence präsentiert wird, Nackenmassage in bester Tradition inklusive.

Generell lässt sich festhalten, dass die vier Burschen niemals übertrieben auf das Gaspedal treten, sondern eher gezielt dabei vorgehen und dadurch auch mit Tempowechsel zu überzeugen wissen, so auch in „Human Extirpation“, das nicht minder überzeugend klingt. Als Fazit lässt sich somit festhalten, dass CONTAMINATION – trotz durchaus mächtigem Gebretter – zu keinem Moment unkontrolliert wirken und es offenbar bereits ganz gut verstanden haben, dass Songs ihre Wirkung sehr wohl durch Massivität erhalten, keineswegs aber durch übertriebene Brutalität. Nachzuhören auch im Abschlusstrack „Morbid Fascination“, einem weiteren sehr feinen Rübenabschrauber.

Zwar ist noch nicht alles perfekt, wie beispielsweise der Gesang von Tobias noch nicht völlig ausgereift und ausdrucksstark wirkt, doch in Summe geht die Chose mehr als nur in Ordnung.

 

magazin.amboss-mag.de

Wertung: Gut

CONTAMINATION sind Untergrund. Und zwar im positiven Sinne. Die Soundqualität ist erdig und klingt nach Demo, was ich in den heutigen Zeiten, in denen jede PC-Aufnahme nach tollem Studio klingen will, sehr begrüße. Etwas Dreck muss unter den Fingernägeln kleben bleiben.
Die Songs klingen nach alter Thrash-Schule mit einem ordentlichen Spritzer Todesblei, was auch durch den abwechslungsreichen Gesang gefördert wird. Die Geschwindigkeit wird permanent variiert, so das es nie eintönig wird, denn schlimmste, was einem Thrash-Album passieren kann, ist eine gleichbleibend hohe Geschwindigkeit. Aber CONTAMINATION verstehen es ganz gut, auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke auch mal abzubremsen und zu cruisen und der Sologitarre ihren Platz zu lassen.
Es ist sicherlich kein Meilenstein der Thrash Metal-Geschichte, aber ein leckeres Album, welches den Charme einer unbekümmerten Herzensangelegenheit versprüht. Dafür: Daumen hoch! (chris)

 

vampster.com

Leicht vertrackter Death Thrash aus Esslingen. Geht voll in Ordnung das Teil!

Laut metal-archives.com gibt es zwei Bands namen CONTAMINATION, die beide aus Deutschland stammen, beide Death Thrash spielen, innerhalb von zwei Jahren gegründet wurden und auch noch ein ziemlich ähnliches Logo haben. Wenn man gemein wäre, könnte man das als perfektes Beispiel für die Situation im Thrash Underground sehen – alles klingt gleich und sieht gleich aus. Hier soll es nun aber um die 2008 gegründeten CONTAMINATION aus Esslingen gehen. Spielen können die Jungs, die Riffs und Soli sitzen. Das Geschrei von Frontmann Tobias Berger geht auch in Ordnung, ohne sich vom Gros seiner Kollegen abzuheben. Und, um das Bandinfo zu zitieren: „Die lyrische Ausrichtung wurde von Anfang an bewusst sinnfrei gehalten“. Na wenigstens geben Sie es zu.

Die Songs auf „Globus Inversus“ sind ein bisschen vertrackter, als man es von der Standard-Death Thrash-Band so gewohnt ist. CONTAMINATION hauen dem Hörer doch das eine oder andere Break um die Ohren, und geizen nicht mit Tempowechseln und ausgedehnten Instrumentalparts. Das klingt alles durchaus schon recht reif, auch wenn die Parts an einigen Stellen noch etwas besser ineinander übergehen könnten. Man braucht durch die etwas vertracktere Herangehensweise der Band vielleicht etwas länger, um in die Songs rein zu kommen, andererseits hebt dies CONTAMINATION auch vom Großteil der Kollegen ab. Und nach ein paar Durchläufen gehen auch Songs wie „Isolated Fear“, „Infected Wound“ oder „Rise Of The Dead“ gut ins Ohr. Für ein erstes Demo geht das alles voll in Ordnung, was CONTAMINATION hier abliefern.

 

powermetal.de

Wertung: 4/10

Debüt-EP der Esslinger Thrash-Death-Metaller mit haufenweise Riffs. Der Underground wie er leibt und lebt.

Aus dem Esslinger Raum kommt das Quartett CONTAMINATION (nicht zu verwechseln mit der Osnabrücker Formation), die uns mit der EP „Globus Inversus“ ihren ersten musikalischen Gehversuch vorlegt. Fünf Songs, die allesamt im Thrash Metal verwurzelt sind, darüber hinaus aber eine leicht technische Note besitzen und mit des Sängers wechselhaften Organs zwischen Shouts und Growls auch einen Hauch Todesblei atmen. Das lässt sich schon fast am besten mit DEATH vergleichen. Grundsätzlich nicht schlecht, würde es nicht erhebliche Abzüge in der Ausführung geben.

Ein großes Plus der Schwaben ist das konstante Old-School-Riffing, das vor allem an frühe METALLICA erinnert. Das ist amtlich und definitiv Metal! Trotzdem brauchen CONTAMINATION immer erheblich lang, um auf den viel zitierten Punkt zu kommen. Ein Riff reiht sich an das Nächste und somit entstehen letztendlich überlange Songs, die man in Zukunft aufs Wesentliche beschränken sollte. Die Band selbst formuliert eine n progressiven, besser technischen Anspruch an ihre Musik, bei dessen Versuch sich die vier Jungs aber oftmals verzetteln. Nicht jedes Break, jeder Wechsel ist sinnvoll. Man zerstört damit nicht selten den Fluss. Dazu kommt, dass die Musikanten recht unsauber ihre Instrumente eingespielt haben, was mehrfach zu holprigen und hektischen Parts führt. Das groovt nicht, mindert den Hörgenuss und wird auf Dauer auch deutlich anstrengend. Hier sollte man in Zukunft definitiv mehr darauf achten.

Die Akustikeinleitung beim Eröffnungsstück ‚Isolated Fear‘ und das kraftvolle und treibende ‚Rise Of The Dead‘, bei dem es sogar leichte Anzeichen einer gesanglichen Hook zu verzeichnen gibt, können sich in diesem halbstündigen Riffgewitter noch am ehesten durchsetzen. Ansonsten lässt man gelegentlich immer mal wieder kurz aufhorchen, um auch diesen Moment Sekunden später durch ein Break oder einen (ungewollten) Tempowechsel zunichte zu machen. Der Gesang von Gitarrist und Sänger Tobias Berger bleibt über weite Strecken blass und kann zu keiner Zeit irgendwelche Akzente setzen. Schade, denn in dieser Band steckt sicherlich mehr drin. Auch sollte man beim nächsten Mal in der Soloarbeit auf allzu offensichtliche Querverweise zu METALLICA in Sachen Sound und Ausführung verzichten und lieber nach einer eigenen Identität suchen.

CONTAMINATION sind totaler Underground. Für wen es nicht immer eine Hochglanzproduktion und technisch einwandfreie Geschichte sein muss, der kann sich „Globus Inversus“ gerne mal um die Ohren blasen lassen. Mir ist das am Ende des Tages aber ein bisschen zu viel Proberaum und zu wenig brachialer Vorschlaghammer.

Anspieltipps: Isolated Fear, Rise Of The Dead